Mit einer Dauer von 11 Stunden, 38 Minuten und 29 Sekunden geht
unser August-Event definitiv in die Clubgeschichte ein. Zufriedene
Gesichter und teils etwas rote Köpfe an einem Sonntagabend im Bus Nummer
1 erinnern an einen unvergesslichen Tag im Freien. Doch nun von Beginn
an…
Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen zum letztjährigen
Bootsanlass entschieden wir, an einem Sonntag das Abenteuer “Bootsfahrt
Reuss 2.0“ zu starten. Diejenigen, die “scharf“ aufs Gepäck tragen
waren, trafen sich kurz vor neun Uhr bei Sandro zuhause, um
mitanzupacken. Mit drei Gummibooten, sechs Paddeln und einer
Piratenflagge bewaffnet, nahmen wir den Bus nach Bremgarten, wo wir
unsere Boote einwassern wollten. Beim Waffenplatz in Bremgarten hiess
es, Boote aufpumpen, Gepäck wasserdicht verstauen und Piratenflagge
hissen. Die Verladeordnung war schnell klar: Franziska suchte sich mit
Rouven und Matthieu vier starke Arme aus. Fabienne wollte auf Nummer
sicher gehen und setzte mit Sandro auf einen erfahrenen Steuermann.
Chris und Julia ergänzten ihre Mannschaft. Im dritten Boot nahmen mit
Sarah und Marina zwei Frauen das Paddel in die Hand, während sich
Claudio und unser Gast Andrew Berkovitz auf die Rückbank verdrückten.
Die ersten paar Meter glitten die drei Boote fast lautlos dahin, dann
kam bereits eine kritische Stelle. Dank der guten Instruktion von
unserem erfahrenen Outdoor-Gänger Sandro passierten wir die
Stromschnelle alle souverän. Trotz anfänglich stabiler Wetterlage wurden
wir unfreiwillig nass – rund eine Stunde nach Ablegen prasselte ein
Platzregen auf uns nieder. Doch dieses “Tief“ reichte nicht aus, um die
Stimmung zu trüben. Im Gegenteil. Es spornte uns an, noch schneller zu
paddeln. Die Wahl, den beiden Frauen das Steuern zu überlassen, erwies
sich als richtig. Schnell setzte sich dieses Boot von den anderen ab und
kam mit einem halbstündigen Vorsprung auf das letzte Boot bei unserem
Rastplatz, kurz nach der Gnadenthal-Brücke, an. Als wir alle beisammen
waren, wurde grosszügig Weisswein und Bier verteilt, dazu gab es
Speckzopf und Focaccia. Von Schlagerklängen begleitet, setzen wir unsere
Bootsfahrt nach dem Mittag fort. Am Nachmittag spielte das Wetter mit,
und so nahmen einige Wasserratten und andere Vielschwimmer ein
erfrischendes Bad. Den Preis für den waghalsigsten Sprung in die Reuss
verdient unser Gast Andrew Berkovitz – er sprang mit einem
Rückwärts-Salto ins kühle Nass.
Kurz nach fünf Uhr abends legten wir an unserem Zielort, dem
“Rüssbädli“ in Gebenstorf, an. Das Luftablassen erwies sich nach der
langen Fahrt als anstrengender als das Aufpumpen der Boote, dennoch
halfen alle mit, und so waren wir schnell fertig. Danach machten wir es
uns auf der Wiese gemütlich. Ein feines BBQ rundete den sportlichen Tag
ab. Obwohl ich nicht in die Zukunft sehen kann, wage ich zu sagen, dass
der Name “Bootsfahrt Reuss 3.0“ nächstes Jahr Programm sein wird…